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Aktuelle wissenschaftliche Therapien

Im Vergleich zu anderen medizinischen Fachgebieten ist die Herz-u. Kreislaufmedizin der Zeit weit voraus. Die meisten Therapien sind "evidence based medicine" d.h. durch verlässliche wissenschaftliche Untersuchungen abgesichert. Das verschiedene Interessengruppen (medizinische Indusdrie, Pharmaunternehmen, einige Professoren u.a.) die "aktuelle Wahrheit" (keine feste Größe) vernebeln und eigene machtpolitische und monetären Ziele verfolgen ist in unserem politischen System legitim, wenn es auch weder für Patienten noch für  Sozialkassen von Vorteil ist. Leider steht oft die wirtschaftliche Indikation vor der medizinischen Notwendigkeit. Die medizinischen Leitlinien der einzelnen Fachgesellschaften können hier weiter helfen.

Das Problem der Leitlinien ist häufig, das diese den zweiten Schritt vor dem ersten machen, nämlich erst dann ansetzen, wenn die Krankheit schon manifest geworden ist, sie strukturieren und verwalten die Krankheit, fragen aber i.d.R. nicht nach den Ursachen. Und wenn die Ursachen bekannt bzw. wisssenschaftlich ermittelt worden sind, wie z.B. beim Herzinfarkt, dann werden sie "großzügig" ignoriert, weil sie nicht in das gegenwärtige Gesellschaftsbild (Vollkaskomedizin) passen.

Koronare Herzerkrankung/Herzinfarkt

Das Ausmaß der Koronaren Herzerkrankung zu erfassen ist oft schwierig, weil die Beschwerden meistens unspezifisch sind und keinen Schluß auf den Schweregrad der Erkrankung zulassen. Mit einer Herzkatheter- untersuchung kann zwar die Diagnose gesichert werden, auch eine oder mehrere Engstellen mit einer Dilatation (PTCA) beseitigt werden, aber es kann keine wirkliche Sicherheit vor einem Herzinfarkt gegeben werden. Die Couragestudie hat gezeigt, daß die medikamentöse Therapie in bezug auf Lebensqualität und Lebensdauer genauso gut wie die invasive Therapie mit Herzkatheter, PTCA und Stent (Gefässtütze) ist, nur sehr viel weinger belastend und viel preisgünstiger. Auch Bypassoperationen am Herzen sind nicht besser als Dilatationen(einschl. Stents) mittels Herzkatheter (), so dass es Sinn macht, die sog. konservative Therapie in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen. Was nicht heißt, daß bei entsprechender Indikation Herzkatheteruntersuchungen und Bypassoperationen überflüssig sind.

Das die Diagnostik und Therapie der modernen Medizin nicht besser ist wie das Patientengespräch, Ultraschall und Medikamente liegt daran, dass mit keinen dieser Maßnahmen sicher unterschieden werden kann, ob die Kalkablagerungen  (Arteriosklerose) in den Herzgefässen(Coronarien) weich (vulnerabel) oder hart sind. Einen wichtigen Schritt zur Erkennung der Vulnerabilität von Kalkablagerungen (Plaque`s) hat die  Jupiterstudie und die HPS-Studie erbracht, weil die Höhe des CRP(hs) in enger Korrelation zu weichen Plaque`s steht und damit eine wesentliche bessere Voraussage (Inzidenz) bezüglich eines Herzinfarkts(Schlaganfall) zuläßt, besonders dann, wenn eine erschöpfende Herzausbelastung durchgeführt wurde.

Neben dem schnelleren und sicherem Erkennen, daß ein Herzinfarkt oder Schlaganfall droht haben die Arbeiten von Prof. Hambrecht gezeigt, dass die Beseitigung der Risikofaktoren Fehlernährung, mangelnde  Bewegung, Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Stress dazu führen, daß Herzinfarkte (auch Schlaganfälle) praktisch nicht mehr vorkommen, selbst wenn eine fortgeschrittene Arteriosklerose in den Herzgefäßen vorliegt.

Die aktuelle Leitlinie zur rechtzeitigen Erkennung eines Herzinfarktes mit unspezifischen Symptomen: Ausführliches Patientengespräch, Ultraschall des Herzens, Laboruntersuchung, CRP(hs)-Steigestest. Die Therapie zur Vermeidung des Herzinfarkts besteht in der Beseitigung der Risikofaktoren und bei bereits eingetretener Herzerkrankung zusätzlich eine individuelle medikamentöse Therapie.

Herzinsuffizienz

Die Herzmuskelschwäche ist viel häufiger als allgemein angenommen wird, weil sie keine Schmerzen verursacht. Häufig entwickelt sie sich über Jahre und Jahrzehnte unbemerkt und macht sich erst mit den unspezifischen Symptomen wie Luftnot, Müdigkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Herzrasen und verstärktem Schwitzen bemerkbar. Im Gegensatz zur koronaren Herzerkrankung läßt sich die Herzmuskelschwäche viel leichter diagnostizieren, denn Herzultraschall und der BNP-Steigetest können bereits eine beginnende Herzin-suffizienz aufdecken.

In der Therapie spielen neben der medikamentösen Therapie die Gewichtsreduktion und auf den Schädigungsgrad abgestimmtes Training eine große Rolle. In seltenen Fällen muß eine Herztransplantation durchgeführt werden.

Herzrhythmusstörungen

Es gibt vielfälltige Formen von Herzrhythmusstörungen. Diese können Ängste auslösen und  werden teilweise lebensbedrohend erlebt. Die meisten Rhythmusstörungen sind jedoch harmlos und nicht behandlungsbedürftig. Abgeklärt mittels Speicher-EKG oder besser und einfacher mittels Telemetrie sollten sie jedoch alle, weil ohne eine suffiziente Aufzeichung harmlose oder gefährliche Rhythmusstörungen nicht unterschieden werden können.

 

Schematische Darstellung der Erregungsausbreitung im Herzen
bei Sinusrhythmus
Heart conduct sinus.gif
bei Vorhofflimmern
Heart conduct atrialfib.gif
Legende
Heart conduct explain2.gif

Es gibt verschiedene Arten und Formen von Herzrhythmusstörungen, die nicht einfach zu erfassen sind, jedoch ist die Erkennung der Ursache die Voraussetzung für die richtige Therapie.

 

 

 

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Praxis Dr.med.L.Rokitzki | herz@spurt-med.de